Pressemeldungen

Montag, 02.01.2017 / 09:25

Leitungsbau in der Gartenstraße und am Siebenmorgenweg

Im Zuge des Neubaus der S13 zwischen Vilich und Oberkassel müssen im Vorfeld der Bauarbeiten Versorgungsleitungen unter der Trasse der bestehenden Strecke der Deutschen Bahn AG ersetzen werden, da sie von den bevorstehenden Umbaumaßnahmen der zukünftigen parallel zur Bestandsstrecke verlaufenden S13 tangiert werden.

 

 

 

 

Die Arbeiten zur Verlegung der Strom-, Gas- und Wasserleitungen beginnen am 9. Januar in der Gartenstraße und am Siebenmorgenweg und dauern bis voraussichtlich 6. März. Die Gartenstraße wird im Bereich des Bahnübergangs für PKW gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert.

(vj)

 

Mittwoch, 19.10.2016 / 16:06

Vorsorge beim Wahnbachtalsperrenverband

Wasser: Das bestüberwachte Lebensmittel.
Bei der Trinkwasserproduktion des Wahnbachtalsperrenverbandes wird vorübergehend die Chlordioxiddosierung leicht erhöht.

Hintergrund ist die Suche nach einem ungefährlichen Umweltkeim, der vereinzelt im regionalen Leitungsnetz gefunden wurde. Für das Bonner Trinkwassernetz gibt es jedoch weiterhin keinen Keim-Befund. Die erhöhte Chlordioxiddosierung bei der Trinkwasserproduktion des Wahnbachtalsperrenverbandes wird über die Hauptversorgungsleitungen auch das Bonner Trinkwassernetz erreichen. Außerdem wurde der Anteil an Grundwasser im Mischungsverhältnis des WTV-Wasser auf rund 50 Prozent erhöht.

Der erhöhte Chlordioxidgehalt ist nicht gesundheitsschädlich, betonen die Gesundheitsämter. Die Desinfektionsmaßnahmen entsprechen den Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Bürgerinnen und Bürger mit sensiblen Geschmacks- oder Geruchsnerven könnten ihn aber zum Beispiel beim Duschen riechen und unter Umständen auch leichten Chlordioxidgeruch beim Trinkwasser bemerken.

Die Gesundheitsämter des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Bonn und des Kreises Ahrweiler hatten am Donnerstag, 22. September, darüber informiert, dass in Wasserversorgungsnetzen in der Region vereinzelt Umweltkeime nachgewiesen worden waren. Das hatte Wasserversorger und öffentliche Stellen im Rhein-Sieg-Kreis, im Kreis Ahrweiler und Bonn zur Überprüfung der Systeme veranlasst. Die Gesundheitsämter weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass der nachgewiesene Keim keine Gefährdung für die Gesundheit der allgemeinen Bevölkerung darstellte.

Durch eine Intensivierung der Probenahmen soll die Entwicklung weiter beobachtet werden. Die Maßnahmen werden durch eine Intensivierung der jährlich anstehenden Reinigungsmaßnahmen der Hochbehälter und des Wasserverteilungsnetzes und die jetzt beschlossene Erhöhung der Chlordioxiddosierung im Rhein-Sieg-Kreis Kreis ergänzt. Unser Trinkwasser ist eines der besten überwachten Lebensmittel überhaupt. Die einwandfreie Qualität wird durch regelmäßige chemischen Analysen und bakteriologische Untersuchungen gesichert.(k-red)

Sonntag, 05.06.2016 / 12:54

Hochwasser beschädigte Stromverteilstation in Bad Godesberger Innenstadt

Das Hochwasser hat am Samstag einen einstündigen Stromausfall in der Bad Godesberger Innenstadt und in Mehlem ausgelöst, der nach rund einer Stunde von SWB-Einsatzteams vor Ort behoben werden konnte. Einzelne Gebäude waren jedoch auch am Sonntag aufgrund von Wasserschäden noch ohne Stromversorgung.

Durch den Wassereintritt in die Tiefgarage und eine Stromverteilstation im Gebäude Fronhof Galeria wurde um 19.30 Uhr ein Kurzschluss ausgelöst, der sich auf weitere acht Netzstationen in Bad Godesberg ausdehnte. Einsatzteams von BonnNetz (Netzgesellschaft der Stadtwerke Bonn) konnten vor Ort binnen einer Stunde die Versorgung wieder herstellen. Betroffen waren rund 1.000 Haushalte im Bereich der Bad Godesberger Innenstadt und in Mehlem. Allerdings blieben auch im Verlauf des Sonntags rund 55 Wohneinheiten ohne Stromversorgung, die von der noch immer überfluteten Verteilstation Fronhof Galeria versorgt werden. Außerdem sind rund 30 Gebäude, deren Keller überflutet waren, sowie einzelne Nachbargebäude ebenfalls auch noch am Sonntag Morgen von der Stromversrogung abgeschnitten.

Im Nahverkehr mussten am Samstag acht Buslinien Umleitungswege fahren, weil weite Teile des Liniennetzes und hier vor allem die Bad Godesberger Innenstadt nicht befahrbar waren. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Feuerwehr konnten die Linienbusse rechtzeitig aus den überfluteten Streckenabschnitten abgezogen werden. In der Nacht stellte SWB Bus und Bahn einen Linienbus für die Bewohner der evakuierten Gebäude in Mehlem zur Verfügung.

Am Sonntag blieben Umleitungen für die Buslinien 615 (Brunnenallee) sowie die Linien 612 und 613 (Sperrung Mainzer Straße) bestehen.

Keine Auswirkungen oder Einschränkungen gab es in der Trinkwasser- und Gasversorgung.(ws)

Dienstag, 31.05.2016 / 12:51

Entlang der Richthofenstraße wird Ausbau der Fernwärmeversorgung fortgesetzt

SWB Energie und Wasser baut unter der Überschrift "Fernwärme 2020" das Fernwärmenetz weiter aus. Schritt für Schritt sollen mehr Bonner, sei es in Neubauten oder im Bestand, die Vorteile der Fernwärme nutzen können. Im Bonner Norden werden daher neue Gebiete mit Fernwärmeleitungen erschlossen. Seit Ende 2013 wurde das zuvor rund 85 Kilometer lange Netz bereits um rund 1,5 Kilometer erweitert.

Anfang Juni 2016 wird die Netzerweiterung an der Richthofenstraße (Einmündung „An der Josefshöhe) bis zur Helsinkistraße fortgesetzt. Auf einer Länge von rund 1000 Metern wird hier in offener Grabenbauweise gebaut. Außerdem werden gleichzeitig entlang der Trasse einzelne Versorgungs- und Hausanschlussleitungen für Wasser und Strom erneuert. Die Maßnahme erfolgt in mehreren Abschnitten und dauert insgesamt bis Herbst/Winter 2016. Gleichzeitig wird auch noch entlang der Schlesienstraße weiter an der Trassenverlängerung in Richtung Gewerbepark Buschdorf gearbeitet.

Die Stadtwerke Bonn bitten um Verständnis, dass mit der Baumaßnahme verkehrliche Beeinträchtigungen verbunden sein können. Auch lassen sich leider nicht alle Beeinträchtigungen durch Schmutz oder zeitweisen Baulärm vermeiden. Die Stadtwerke Bonn werden diese jedoch so gering wie möglich halten. Es wird an den Baustellen immer tagsüber von montags bis freitags gearbeitet. Sämtliche Baukosten werden von SWB Energie und Wasser getragen.

Durch das Rohrsystem gelangt bis zu 135 Grad heißes Wasser vom SWB-Heizkraftwerk Nord in der Karlstraße aus in die Gebäude und erwärmt dort Heizkörper und Trinkwasser. Angeschlossen sind mehr als 2 000 Kunden: vom Einfamilienhaus, über das historische Bonner Münster und die Häuser der Museumsmeile, die Dax-Unternehmen Deutsche Post und Telekom bis hin zum World Conference Center (WCCB).

Fernwärme ist die günstige Methode, Wärme nachhaltig und aus eigenen klimaschonenden Quellen zu schöpfen. Sie kommt als fertige Wärme ins Haus. Heizkessel, Öltank oder Pelletlager, Schornstein und Abgaskontrollen entfallen. Neben dem Platzgewinn im Keller ergibt sich auch ein Zeitgewinn: Man braucht sich weder um den Brennstoffeinkauf noch um den Schornsteinfeger sorgen. Die Wärmeübergabe erfolgt bequem mit Hilfe einer kleinen Übergabestation.(k-red)

Donnerstag, 28.04.2016 / 12:19

Hausanschlusskontrollen für die Sparten Gas, Wasser und Strom

Als Netzbetreiber ist BonnNetz dazu verpflichtet, in regelmäßigen Abständen alle Gas- und Strom-Netzanschlüsse und die dazugehörigen Anlagenteile innerhalb von Gebäuden zu überprüfen. Diese Überprüfungen stehen derzeit im gesamten Bonner Stadtgebiet an.

Was wird geprüft?
Wir überprüfen unsere Anlagenteile auf Funktion, äußere Dichtheit und ordnungsgemäßen Zustand. Diese Anlagenteile beinhalten in der Sparte Gas die Hauptabsperreinrichtung, ggf. das Gasdruckregelgerät und die Messeinrichtung (siehe hierzu auch  §13 Abs. 1 NDAV). In der Sparte Wasser die Hauptabsperreinrichtung  und die Messeinrichtung (weitere Informationen finden Sie hier in der AVBWasserV) und in der Sparte  Strom den Hausanschlusskasten (siehe hierzu auch  §13 Abs. 1 NAV). Die Kundenanlage steht nicht im Fokus dieser Überprüfung.

Was sind die rechtlichen Grundlagen?
Eine Vorschrift zur regelmäßigen Überprüfung der Gashausanschlüsse ergibt sich aus dem DVGW-Regelwerk (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches, G465-1 Abs. 3.2.2), das aufgrund des Bezuges im EnWG (Energiewirtschaftsgesetz § 49 Abs. 1 und 2) einen rechtlichen Status erhält. Diese Regel besagt, dass eine Überprüfung der Hausanschlüsse mindestens alle zwölf Jahre zu erfolgen hat.

Bisher wurden diese Überprüfungen ausschließlich bei den Gas- und Wasserzählerwechselungen oder bei den Gasdruckreglerprüfungen durchgeführt. Um jedoch eine lückenlose zwölfjährige Überprüfung der Hausanschlüsse wegen der immer länger werdenden und unterschiedlichen Wechselfristen der Zähler zu gewährleisten, führt BonnNetz diese Überprüfung nun einzeln durch.

Diese Überprüfung ersetzt nicht die nach dem technischen Regelwerk G600 TRGI (Technische Regel für Gasinstallationen) durch den Eigentümer durchzuführende jährliche Hausschau sowie der 12 jährige Dichtigkeitsnachweis der Gasanlage.

Ebenfalls sind die §§ 15 und 21 der NDAV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Gasversorgung in Niederdruck) für Gas und NAV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung) für Strom bindend.

Für die Sparte Wasser verweisen wir auf den § 16 AVBWasserV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser).

Wer führt diese Kontrolle durch?
Aufgrund der hohen Anzahl an Hausanschlüssen hat BonnNetz einen Dienstleister mit diesen Arbeiten beauftragt. Der Name sowie die Anschrift der Firma lauten:
ENSECO GmbH
Einsteinstr. 10
85716 Unterschleißheim

Die Überprüfung erfolgt ausschließlich durch qualifizierte Fachkräfte jeweils für die Bereiche Gas-Wasser sowie für Strom. Deshalb kommen in der Regel zu dieser Prüfung auch zwei Mitarbeiter.

Wie findet die Terminierung statt?

Die Ankündigung erhalten Kunden schriftlich etwa zwei Wochen vor dem geplanten Termin.  Das Anschreiben durch den beauftragten Dienstleister erfolgt auf dem Briefbogen der BonnNetz GmbH.
Falls der vorgeschlagene Termin für Sie nicht passt und Sie einen anderen Termin wünschen, können Sie unter der Rufnummer 0800/7233 961 einen neuen Termin vereinbaren.

Was kann ich tun?
Die Netzanschlussnehmer, die in der Regel auch Hauseigentümer sind, werden gebeten, sicherzustellen, dass der Hausanschlussraum und die Anlagenteile des Gas- und Strom-Netzanschlusses frei zugänglich sind, so dass die Überprüfung zügig durchgeführt werden kann.

Die Zugänglichkeit des Hausanschlussraumes sowie der Anlagenteile des Gas- und Strom-Netzanschlusses muss zudem unabhängig von der Überprüfung seitens des Netzanschlussnehmers grundsätzlich immer gewährleistet werden, um zum Beispiel in einem  Störungsfall schnell agieren zu können.

Erhalte ich eine Prüfbescheinigung?
Nein, da nur Anlagenteile des Netzbetreibers überprüft werden, erhalten Sie grundsätzlich keine Prüfbescheinigung. Sollten wir bei unseren Überprüfungen Mängel an Ihrer Kundenanlage feststellen, werden wir Sie schriftlich darüber informieren.

Was kostet mich diese Kontrolle?

Diese Kontrolle ist für Sie kostenlos.


Donnerstag, 07.04.2016 / 14:15

Bonner Straßenbeleuchtung: Zehn Prozent der Leuchten mit energieeffizientem LED ausgerüstet

Die neuen LED-Lichtstelen vor dem Haus der Bildung in Bonn.
Energieeffiziente LED-Lampen, die von den Stadtwerken Bonn seit 2010 in der Straßenbeleuchtung installiert worden sind, haben sich durchweg bewährt: fast keine Störungen, weißes Licht und eine gute Ausleuchtung. Diese Technik entwickelt sich laut SWB-Beleuchtungsexperten seit Jahren positiv: sowohl hinsichtlich der Energieeffizienz des Leuchtmittels LED als auch des Wirkungsgrades dieser Leuchten. So können nun auch LED-Leuchten für komplexe Beleuchtungsszenarien eingesetzt werden. Bislang konnten LED-Leuchten aufgrund des Entwicklungsstandes dieser Technik erst in Wohn- und Anliegerstraßen verplant werden. LED gilt bei Experten für Straßenbeleuchtung zurzeit als die Technik der Zukunft.

Insgesamt strahlen zehn Prozent der Bonner Lampen derzeit mittels LED-Technik. Die Stadtwerke Bonn als Betriebsführerin der Bonner Straßenbeleuchtung betreuen rund 36 900 Lampen, davon 3 775 LED-Lampen. 2007 hatte das kommunale Unternehmen die ersten LED-Lampen getestet; ab 2010 dann in größeren Pilotanlagen, zum Beispiel die Lampen an der Beethovenhalle. Dort machten die Mitarbeiter der Straßenbeleuchtung gute Erfahrungen mit dem Einsatz von LED-Lampen. Seit 2014 werden LED-Lampen in größeren Umfang bei den turnusmäßigen Instandhaltungszyklen eingebaut: derzeit rund 450 Lampen pro Jahr.

Von 2007 bis 2015 haben die Stadtwerke Bonn so durch den Einbau von energieeffizientem Material rund 1 000 Tonnen CO-2 und rund 615 KW einsparen können. Derzeit benötigen die Stadtwerke Bonn noch rund 2,54 Megawatt, um die Stadt zu beleuchten. Aufgrund der LED-Technik konnten von 2014 auf 2015 insgesamt rund 77 KW und ca. 90 Tonnen CO-2 effektiv eingespart werden.

So strahlen nun LED-Lampen in Form von Lichtstelen zum Beispiel vor dem neuen Haus der Bildung am Mülheimer Platz in Bonn. Auch der Fußweg zwischen der Meßdorfer Straße und der Siemensstraße wird jetzt neu mit LED-Lampen beleuchtet. Durch die Weiterentwicklung der LED-Lampen werden in diesem Jahr und in den folgenden Jahren komplexere Anlagen mit LED beleuchtet werden können, so der neue Kreisel an der Rabinstraße und auch die Viktoriabrücke im Zuge der Sanierungsarbeiten. Auch die LED-Beleuchtung am Alten Zoll wird 2016 umgesetzt.

Hintergrund
LED steht für lichtemittierende Dioden und hat als Leuchtmittel viele Vorteile. Ein Team betreut bei BonnNetz die ca. 34 900 Straßenleuchten (insgesamt 36 900 Lampen) in Bonn. Für Sachgebietsleiter Ralf Murmann und weitere elf Mitarbeitern des Fachbereiches heißt das: Planung, Bau und Wartung, Instandsetzung als auch Umsetzung und Erprobung von neuen Materialien und Techniken. Zusätzlich sind auch jährlich rund 150 Leuchten in Folge von Verkehrsunfällen zu erneuern.

Viele Anbieter und Hersteller kommen mit LED-Produkten auf den Fachbereich zu, der die Leuchten und Leuchtmittel begutachten und testen muss. Zudem müssen auch immer städteplanerische Gestaltungsvorgaben beachtet werden, da feste Leuchttypen mit der Stadt Bonn vereinbart sind. Beim Einsatz der Leuchtmittel berücksichtigen die Stadtwerke Bonn städteplanerische und wirtschaftliche Aspekte, haben aber auch Energieeffizienz, Abfallvermeidung und CO-2-Einsparpotenzial sowie die Gestaltung im Blick.

Die neue Technik LED zeichnet sich unter anderem durch Energieeffizienz und eine lange Lebensdauer aus. Rund 50 000 Stunden – entsprechend ca. 12 Jahre - sollen die LED-Leuchten im Einsatz bleiben, vorausgesetzt es treten keine gravierenden Störungen auf. Damit fällt gleichzeitig auch nicht mehr so viel Abfall an. Die Stadtwerke tauschen bei 6 000 Straßenleuchten im Jahr die Leuchtmittel aus. (vj)

Dienstag, 05.04.2016 / 14:22

Leitungsbau im Schieffelingsweg

BonnNetz erneuert ab Montag, 11. April, bis voraussichtlich 24. März 2017 im Schieffelingsweg in Duisdorf auf einer Gesamtlänge von ca. einem Kilometer die Gas- und Wasserversorgungsleitungen.

Obwohl die Arbeiten überwiegend im Straßenrandbereich stattfinden, kann es im Verlauf der Bauarbeiten vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen durch entstehende Fahrbahnverengungen kommen.(mh)

Freitag, 11.09.2015 / 13:55

Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg wird entfernt

Der Abriss des massiven Luftschutzbunkers hat begonnen. Ein Bagger ist auf dem Dach am Werk.
Nach dem Ausbau des Heizkraftwerks Nord zu einer hocheffizienten Gas- und Dampf- Turbinenanlage wird nun SWB-Standort Karlstraße eine weitere Veränderung sichtbar. Der im Kriegsjahr 1941 errichtete Luftschutzbunker an der Einfahrt zum Kraftwerksstandort wird entfernt. Das 20 Meter hohe Stahlbetongebäude wird nun Stück für Stück abgetragen und entsorgt.

Während des Zweiten Weltkrieges diente der Luftschutzbunker der Bevölkerung, den Mitarbeiten des an der Karlstraße gelegenen Kraftwerks und des Schlachthofes als Schutz vor Bombenangriffen. Vor allem ab 1944 war Bonn mehrmals Ziel von Luftangriffen. Einen besonders folgenschweren Angriff mit vielen zivilen Opfern und großen Schäden in der Bonner Innenstadt gab es am 18. Oktober 1944. Am 26. Dezember 1944 wurde auch das Kraftwerk in der Karlstraße schwer getroffen und konnte erst im Jahr 1949 wieder zur Stromversorgung Bonns beitragen.

Für den Abbruch wurde eine emissionsarme Technik gewählt, bei der Erschütterungen, Lärm und Staub minimiert werden. Eine Sprengung wurde mit Rücksicht auf die Betriebe, Anlagen und Straßen in der Nachbarschaft als Abbruchmethode ausgeschlossen. Nun wird in dem von der Bezirksregierung Köln genehmigten Verfahren mit Bohrungen und dem Einsatz eines umweltschonenden Quellmittels gearbeitet, das die feste Betonstruktur aufbricht und das Abtragen erleichtert.

Das beauftragte Abrissunternehmen wird ab der zweiten Septemberwoche zunächst die Innenräume entkernen und anschließend auf dem Dach mit dem Abbruch der Etagen beginnen. Die Arbeiten sollen Anfang 2016 abgeschlossen werden. Die frei gewordene Fläche wird für die geplante Neuordnung des Standortes genutzt.

Die Bunkeranlage ist ein fünfgeschossiger Massivbau, bestehend aus vier Obergeschossen und einem Kellergeschoss. Er wurde im Kriegsjahr 1941 in Stahlbetonbauweise errichtet, eine Grundfläche von 28 mal 12,3 Metern und ist 20 Meter hoch. Das Kellergeschoss gründet in rund vier Meter tief. (Grundfläche: 342 Quadratmeter; Raumvolumen: 5.560 Kubikmeter)

Die Bunkerwände sind in den Obergeschossen rund 2 Meter, im Untergeschoss rund drei Meter dick. Die Innenwände sind zum Teil gemauert, zum Teil betoniert. Die massive Bunkerdecke besteht aus mehreren Schichten und ist knapp zwei Meter dick.(ws)