Qualitätsmanagement

EN ISO

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) aus dem Jahr 2005 sowie die Neufassung aus dem Jahr 2011 stellen hohe Anforderungen an die Marktrolle des Netzbetreibers. Mit der Vorgabe der Diskriminierungsfreiheit, den Anforderungen des Unbundling und in Bezug auf die Selbständigkeit des Netzbetreibers werden vor allem prozessual weitgehende Pflichten formuliert.

Da aus integrierten Energieversorgungsunternehmen ausgegliederte Netzbetreibergesellschaften fortlaufend den offenen oder versteckten Vorwürfen der Parteilichkeit bzw. der Diskriminierung von Marktteilnehmern ausgesetzt sind, haben wir die Einhaltung der Anforderungen des EnWG für die Bonn-Netz GmbH ausdrücklich überprüfen lassen und unsere Prozesse einem Managementzertifizierungsprozess unterworfen.

Gegenüber den bisherigen branchenüblichen Zertifizierungsansätzen sollte bei der Bonn-Netz GmbH erstmals gezielt das Schwerpunktthema "Unbundling" einer zentralen Auditierung unterzogen werden. Als Geltungsbereich für die Zertifizierung wurde deshalb der

"Betrieb von Energieverteilungsnetzen unter Berücksichtigung der Vorgaben des EnWG und der Regulierungsbehörden"

definiert. Die Auditoren hatten deshalb insbesondere organisatorische Abläufe, vertragliche Festlegungen, DV-technische Lösungen, aber auch interne sowie externe Kommunikationswege detailliert auf ihre Unbundlingkonformität zu prüfen. Der Geltungsbereich der Überprüfung erstreckt sich sowohl auf interne Prozesse der Bonn-Netz GmbH als auch auf Prozesse externer Dienstleister soweit sie Diskriminierungspotential beinhalten. Diese wird durch einen externen Dritten vorgenommen.

Somit wurde die Diskriminierungsfreiheit in Bezug auf die netzbetreiberrelevanten Prozesse zum Qualitätskriterium erhoben. Die Erstzertifizierung erfolgte im August 2008.