Marktintegrationsmodell

Die sog. PV-Novelle wurde am 23.08.2012 im Bundesgesetzblatt (BGBI. 2012, Teil I, Nr. 38, Seite 1754) veröffentlicht und ist rückwirkend zum 01.04.2012 in Kraft getreten. Die Einführung des Marktintegrationsmodells ist eine zentrale Änderung durch die PV-Novelle. Hiernach wird bei Photovoltaikanlagen auf, an oder in Gebäuden oder Lärmschutzwänden mit einer installierten Leistung von mehr als 10 kW bis einschließlich einer installierten Leistung von 1 MW nur noch 90 Prozent der insgesamt in einem Kalenderjahr in der Anlage erzeugten Strommenge gefördert. Es besteht kein Anspruch auf die Einspeisevergütung noch auf die Marktprämie für Strom, der über diese förderfähige Strommenge hinaus erzeugt wird.

Das Marktintegrationsmodell gilt nach § 33 Absatz 1 EEG nur für Photovoltaikanlagen, die

1. auf, an oder in Gebäuden oder Lärmschutzwänden errichtet worden sind,
2. eine installierte Leistung von mehr als 10 kW bis einschließlich einer installierten Leistung von
1 MW haben und
3. nach dem 31.03.2012 in Betrieb genommen worden sind und nicht unter die Übergangsvorschrift in
§ 66 Absatz 18 EEG fallen.

Das neue Modell findet für Photovoltaikanlagen, die im Jahr 2012 und im Jahr 2013 in Betrieb genommen werden, gemäß § 66 Absatz 19 EEG, erst ab dem 01.01.2014 Anwendung. Hiernach erfolgt bei diesen Anlagen erst ab dem 01.01.2014 die Begrenzung der jährlich förderfähigen Strommenge auf 90 Prozent. Bis zum 31.12.2013 werden 100 Prozent der erzeugten Strommenge nach dem EEG gefördert.

Der über die förderfähige Strommenge hinausgehende Strom, wird nicht gefördert. Der Anlagenbetreiber kann diese Mengen selbst verbrauchen, direkt vermarkten oder weiterhin dem Netzbetreiber anbieten.