Einspeisung

Allgemeine Informationen zur Errichtung einer Eigenerzeugungsanlage im Netzgebiet der Bonn-Netz GmbH

Erzeugen auch Sie Ihre Energie selbst? Haben Sie schon daran gedacht, dass Sie nach dem Gesetz für Ihren erzeugten Strom eine Vergütung in Anspruch nehmen können? Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Rechte, Pflichten und Möglichkeiten der dezentralen Energieerzeugung informieren.

Bitte setzen Sie sich zur Klärung der technischen und wirtschaftlichen Details mit einem Fachbetrieb Ihrer Wahl, zweckmäßigerweise Ihrem Elektroinstallationsbetrieb, in Verbindung. Um einen reibungslosen Ablauf bei dem Projekt Ihrer Eigenerzeugungsanlage zu gewährleisten, übersenden Sie uns bitte zunächst folgende Unterlagen mindestens 4 Wochen vor Montagebeginn:

  • Anschlussanfrage
  • Lageplan (z.B. Katasterplan)
  • Versorgungsanfrage (nur bei Anlagen > 30 kW)

Bei der Abwicklung der Formalitäten helfen Ihnen sicher auch unsere Checklisten.


Hinweis:

Die Inbetriebnahme einer Anlage, also die Netzanbindung der Anlage zum Zwecke der Einspeisung von Energie, ist durch den Netzbetreiber oder dessen Beauftragten vorzunehmen und wird protokolliert. Die Einspeisung der erzeugten Energie in das Netz der Bonn-Netz GmbH sowie die Vergütung der erzeugten Energie erfolgt i.d.R. erst nach der netzseitigen Inbetriebnahme der Anlage.



Für Fragen zu diesem Thema senden Sie uns bitte eine E-Mail an:

einspeiser@bonn-netz.de

oder kontaktieren Sie unsere Ansprechpartner.

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Ansprechpartner Verträge:

Dipl.-Kfm. Hendrik Hiltrop
Bonn-Netz GmbH
Netzzugang / Netznutzung / Prozessmanagement

Sandkaule 2
53111 Bonn 
Tel.:  0228/711-3324

Janine Kambeck
Bonn-Netz GmbH
Netzzugang / Netznutzung / Prozessmanagement

Sandkaule 2
53111 Bonn
Tel.: 0228/711-3327

Ansprechpartner für technische Fragen:

Rainer Kurscheid 
Bonn-Netz GmbH

Karlstraße 2-6
53115 Bonn
Tel.: 0228/711-3398

Hintergrund

Die Erzeugung regenerativer Energien gewinnt in Zeiten der Klimaerwärmung immer größere Bedeutung. Die Bundesregierung hat am 28. September 2010 ein umfassendes Energiekonzept beschlossen, das den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien weist. In diesem Rahmen machen das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) und das "Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz" (KWK-G) zu den Bedingungen der Einspeisung und der Vergütung der in das Verteilernetz eingespeisten Energie detaillierte Vorgaben. So sieht das Energiekonzept einen kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor vor: Bis 2020 soll der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch mindestens 35 % betragen.

Die entscheidenden Strukturelemente des EEG sind:

  • die Verpflichtung der Netzbetreiber zum Netzanschluss von EEG-Anlagen und ggf. zum hierfür  erforderlichen Netzausbau
  • die vorrangige Abnahme, Übertragung und Verteilung des Stroms aus erneuerbaren Energien, d.h. erneuerbarer Strom genießt einen Einspeisevorrang gegenüber Strom aus konventionellen
    Energieträgern,
  • die Vergütung des Stroms zu einem i.d.R. über 20 Jahre festen Vergütungssatz

Das EEG schafft für Investoren ein hohes Maß an Investitionssicherheit. Die oben genannten Kernelemente sind die Garanten für den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Mit dem zunehmenden Anteil der erneuerbaren Energien sind für Netzbetreiber jedoch auch technisch neue Herausforderungen verbunden. Das Zusammenspiel von konventionellen und erneuerbaren Energien sowie Netzen, Speichern und Stromverbrauch muss optimiert werden, um auch zukünftig die Stabilität der Versorgungsnetze zu gewährleisten.